Ein Blick zurück: Das Epenschmiede-Archiv

Am 21. November 2008 ging mein erstes großes Web- / Schreibprojekt an den Start. Unter der Adresse epenschmiede.de veröffentlichte ich bis zum Juni 2010 insgesamt 37 Werkstattberichte, Hintergrundtexte, Kurzgeschichten und ein Interview aus der Welt des Pen & Paper-Rollenspiels „Das Schwarze Auge“ (kurz DSA). Im Mittelpunkt stand zunächst die Überarbeitung der beliebten DSA-Kampagne „Die Phileasson-Saga“, die ich als Bandredakteur und Autor betreuen durfte. Durch die Werkstattberichte und Teaser auf dem Blog wollte ich den Fans der Kampagne die Chance geben, an dem Entstehungsprozess der Neuauflage Teil zu haben und ihre Wünsche zu äußern. Wie es der Zufall wollte, arbeitete parallel in Berlin das Entwicklerstudio RadonLabs an der Fortsetzung des DSA-Computerspiels „Drakensang: Am Fluss der Zeit“, welches in der gleichen Zeitlinie wie die Phileasson-Saga spielt. Wir taten das Naheliegende und steckten unsere Köpfe zusammen. So fanden früher oder später auch einige Berichte über die Querverweise zwischen Phileasson-Saga und Am Fluss der Zeit ihren Weg in den Blog.

Screenshot - Die Startseite von epenschmiede.de Mai 2014

Die Epenschmiede im Mai 2014

Das Epenschmiede-Archiv

Ende Mai 2014 werde ich den Blog epenschmiede.de vom Netz nehmen. Statt die Beiträge jedoch komplett zu löschen, habe ich mich (wie im Falle der Q History-Beiträge) entschieden sie an dieser Stelle zu archivieren. Ihr findet die Beiträge unter folgenden Tags:

Alle Beiträge

Hinter dem Tag Das Schwarze Auge verbergen sich sämtliche Beiträge, die ich zwischen 2008 und 2010 auf epenschmiede.de veröffentlicht habe. Wer es gerne etwas spezifischer hat:

  • Die Phileasson-Saga: Beiträge, die mit der Phileasson-Saga in Verbindung stehen.
  • Drakensang: Beiträge rund um die Computerspiele Drakensang, Drakensang: Am Fluss der Zeit und Am Fluss der Zeit: Phileassons Geheimnis.

Außer der Reihe

  • Das Interview mit Bernhard Hennen, in welchem ich den Original-Autor der Phileasson-Saga zur Kampagne selbst, seinen Arbeiten für Das Schwarze Auge allgemein und den Elfen-Romanen befragt habe. Das Interview liegt auch in Englischer Sprache vor: Interview with Bernhard Hennen
  • Genau genommen gehören die Phileasson-Fragmente nicht zum Epenschmiede-Archiv, da sie direkt hier im Blog veröffentlicht wurden. Die Fragmente beschäftigten sich mit offenen Plotfäden und unverwendeten Ideen aus der Entstehungszeit der Phileasson-Neuauflage.

Das finale Konzept-Meeting von Drakensang: Phileassons Geheimnis

Phileassons Geheimnis - Kazak der in Blut watetEnde November 2009. 5:30 Uhr
Aufstehen, anziehen, Hoodie oder Hemd? Abnahmekonferenz … also Hemd!
5:20 Uhr Mit dem Drahtesel zur Bahn, ja nichts vergessen? Viel zu früh da. Das macht 20 Minuten warten und gefühlte zehn verpasste Käffchen. Mist!
9:00 Uhr ICE, fahren nach Berlin. Alte Notizen nochmal durchgehen. Wer wohl alles kommt? Was aus den Konzepten geworden ist? Ist das Hemd jetzt doch zu fein?
10:28 Uhr Berlin, Alexanderplatz, Endstation: gelangweilt lehnen zwei Freund & Helfer mit Maschinenpistolen neben Dunkin Donuts und Dönerbude. Gleich geht‘s los!
Radon Labs – Reaktorsicherheit
10:40 Uhr Schon wieder zu früh da … egal. Alexanderplatz 6. Ministerium für Reaktorsicherheit. Hier bist du richtig. Der Wachmann guckt nur kurz von der Zeitung auf und taucht dann wieder in den Sportteil ab. Bin wohl doch kein Sicherheitsrisiko.
10:50 Uhr Sechste Etage, Radon Labs. Ich marschiere schnurstracks zu den Büros. Eine Dame im Kostüm hält mich auf: „Kann ich Ihnen helfen?“ Empfangsdamen? Das ist neu! Mit Sneakers, Hoddie und prallem Rucksack weise ich mich als „Teilnehmer der AddOn-Abnahmekonferenz“ aus und werde durchgelassen.
Ankommen. Durchatmen. Puh – geschafft.

Im Konferenzraum sehe ich vertraute, aber auch unbekannte Gesichter. Die Herren des Hauses Radon Labs, Bernd Beyreuther (Creative Director), Philipp Rosenbeck (Projekt-Leiter des AddOns) und Fabian Rudzinski (Lead Gamedesigner); Und natürlich das DSA-Dreigespann Florian Don-Schauen (Story-Autor), Thomas Römer (Chefredakteur) und Patric Götz (Verlagsleiter). Nach einem kurzen Hallo stürze ich mich mit Patric auf die Snacks. Erstmal einen kleinen Happen essen. Auf der Fensterbank liegen belegte Brötchen – duftender Kaffee dampft vor sich hin. Ich mache mit Boris Arendt Bekanntschaft, der als Skript-Autor zu Fabians Schreib-Stall gehört. Ein Mann mit schwarzem Hemd und Hose mich fragt, wer ich bin. „… der die Überarbeitung der Phileasson-Saga betreut hat, und wer bist Du?“ „Das Geld!“ und setzt sich grinsend. Das Geld … ach so. Das muss Markus Plötz, der Geschäftsführer von Ulisses sein. Schlussendlich gesellt sich noch Mario Truant zur Ulisses-Crew und wir sind komplett. Roman-Autoren, Game Designer, Geschäftsführer, Chefredakteure, Creative Directors, Verlagsleiter … und ich. Na das kann ja heiter werden!

Nach ein paar Willkommensworten muss Bernd leider schon gehen. Während wir mit dem AddOn schon Zukunftsmusik für den Sommer des nächsten Jahres spielen, sind anderswo noch alle Gedanken auf den kommenden Spätwinter gerichtet: Deadline für Drakensang: Am Fluss der Zeit. Aber schnell zurück in die warme AddOn-Zukunft: hier ist das Eis recht schnell geschmolzen, inhaltlich diskutieren wir alle auf Augenhöhe. Von 11 Uhr morgens bis in die dunklen Abendstunden brüten wir über den Konzeptpapieren zum „Am Fluss der Zeit – AddOn“, wie es auf der Titelseite heißt. Das von Fabian, Boris und Philipp ausgearbeitete Papier wird von allen gründlich auf aventurische Stimmigkeit und Dramaturgie abgeklopft; Ich bin dann nochmal speziell für die Kompatibilität mit der Phileasson-Neuauflage zuständig. Von der korrekten Hautfarbe des Waldmenschen Ynu über den Anteil der weiblichen Crewmitglieder bei Thorwalern bis hin zum individuellen Hintergrund der Hauptcharaktere und den „floralen Mustern“ der hochelfischen Kultur … alles wird lang und breit geprüft und diskutiert. Begeistert sind wir vom frischen Look, mit dem Grafiker die neue Location des AddOns abgebildet haben. Das Design der Hochelfen-Metropole Tie‘Shianna grenzt sich bewusst ab vom all zu oft kopierten Stil der Herr der Ringe-Filme und greift stattdessen Motive der römischen und ägyptischen Antike auf. (Beiläufig stoße ich unter den Artworks auch auf den Arbeitstitel des AddOns. Drakensang: The Secret of Phileasson.) Aber auch im graphischen Bereich wird fleißig kommentiert und kritisiert. So beharrt Thomas bei einem Bild auf etwas mehr Realismus und weist darauf hin, dass „die Axt am Zwerg und nicht der Zwerg an der Axt hängen sollte“. An anderer Stelle werden die Innschriften auf den hochelfischen Schwertern als „zu abgehackt für das schwunghafte Asdharia“ (die Sprache der Hochelfen) kritisiert.

Phileassons Geheimnis - Nurtigarten in Tie'ShiannaFür Traumschlösser ist kein Platz. Philipp als Projektleiter muss uns immer wieder bremsen, wenn wir drohen abzudriften. Denn obwohl das Drakensang-Universum mit Tie’Shianna um ein völlig neues und exotisches Setting bereichert wird – Phileassons Geheimnis ist und bleibt ein AddOn, dass natürlich ein geringeres Budget hat als der Volltitel Am Fluss der Zeit. Erstaunt sind wir dann aber doch, als klar wird, wie minutiös Radon Labs einige Details schon vorplanen musste. Auf naiv dahingeworfene Vorschläge der DSA-Fraktion wie „warum können wir hier nicht noch einen Charakter einbauen?“ hat Philipp dann auch immer eine Antwort: „Hier können wir nur X unique charakters einbauen.“ Und: „Für Phileasson haben wir leider schon zu viele unique gestures verbraucht.“ Anders als in der privaten Pen & Paper Rollenspielrunde, in der nur die eigene Phantasie Grenzen setzt, lassen sich im digitalen Games-Business mit einer Hand voll Chips und einem Schluck Cola eben keine Albtraumschlösser, Königreiche und Orklegionen erschaffen. Aber selbst mit diesen Voraussetzungen lässt sich einiges anstellen. Gerade weil wir die neue Location in eine Globule (eine Art Zwischenwelt) verlegt haben, eröffnen sich uns ganz neue Möglichkeiten, die Budgetgrenzen sinnvoll zu umgehen.

Fertig. Sowohl die RadonLabs-Jungs als auch die Ulisses-Fraktion ist ziemlich erschöpft, aber zufrieden. Zur Freude aller lädt uns Bernd zu einem gemütlichen Italiener um die Ecke ein. Bei meinem ersten Berliner Weißen, Pasta und Parmesan entfernen wir uns langsam von Aventurien. In entspannter Atmosphäre unterhalten wir uns über die Sopranos, Ferien in Finnland, sowie Mass Effect bis hin zu internetfreien Sonntagen.

18:21 Uhr Thomas, Florian und ich steigen in unseren ICE. Die nächsten Stunden unterhalte ich mich mit Thomas über belgische Comics und die Answin-Biographie. Von Florian bekomme ich die wohl hundertste Empfehlung, George R. R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ zu lesen.
22:25 Uhr Müde, aber zufrieden komme ich in Münster an, radel nach Hause, falle ins Bett. Licht aus, gute Nacht.
So anstrengend kann Rollenspiel sein.

PS: Radon Labs hat am 12. Mai Insolvenz angemeldet. Phileassons Geheimnis soll trotzdem wie geplant im August 2010 erscheinen. Die Zukunft des dritten Drakensang-Teils ist jedoch ungewiss. „Das Lied von Eis und Feuer“ steht immer noch auf meiner Leseliste.

Gruppenfoto Phileassons Geheimnis(Obere Reihe: Patric Götz, Philipp Spreckels, Markus Plötz, Mario Truant, Bernd Beyreuther, Thomas Römer und Boris Arendt.
Untere Reihe: Philipp Rosenbeck, Florian Don-Schauen, Fabian Rudzinski.)

Drakensang: Phileassons Geheimnis – Der Auftrag

Gegen Ende der Phileasson-Saga erreichen Fenvarien, den Hochkönig der Elfen, bizarre Bilder, die nicht seinen Erinnerungen entstammen zu scheinen …
Nach ersten Hinweisen werden in diesem Kurzgeschichten-Prolog drängende Fragen zum Am Fluss der Zeit-Addon Phileassons Geheimnis beantwortet, aber auch neue Rätsel gestellt. Näheres erfährt man aber auch im Bericht über die finale Abnahmekonferenz des AddOns.

„In Deckung!“ Glühende Felsbrocken und magische Lanzen prasseln auf euch ein. Schwertkämpfer, Berittene, ganze Gebäude werden zertrümmert und zerstört. Benommen blickst Du Dich um. Wie konnte es soweit kommen?
Einst zum Himmel aufragende Stadtpaläste und Türme sind nur noch rauchende Trümmer, die meisten Lustgärten nach saurem Regen, Feuer und Schwefel nur noch bizarre Karikaturen ihrer selbst. Beißender Rauch vernebelt die Sicht und Verwesungsgestank steigt Dir in die Nase.
Hinter Dir kämpfen sich brüllende Oger, Trolle und Schlimmeres durch die Reihen der elfischen Krieger. Nicht wenige der tapferen Streiter kanntest Du gut. Aber Du hast keine Zeit, um Atem zu schöpfen. Erbarmungslos treibst Du Deinen geschundenen Körper vorwärts, immer weiter vorwärts …

„Bei Swafnir, was ist mit Euch Fenvarien?“ Zurück in Aventurien hielt sich der Hochkönig der Elfen seine pochenden Schläfen. Nur langsam klärte sich sein Geist. War er etwa gerade zusammengeklappt? Kapitän Phileasson Foggwulf war heran geeilt und gab dem alten Hochkönig halt. Er erinnerte sich wieder. Phileasson, sein Befreier.
Was bei den Göttern waren das für Bilder gewesen, die da auf ihn einstürzten? Etwas an ihnen kam ihm bekannt vor. Er kannte die Alpträume nur zu gut, die ihn Nacht für Nacht plagten – Erinnerungen an die Gräuel des Drachenkrieges. Aber diese Bilder fühlten sich … anders an – als ob jemand genau in diesem Moment mitten in die Belagerung verwickelt wäre.

„Hörst Ihr mir eigentlich zu?“ Mhayanas schneidende Stimme reißt Dich aus Deinen Gedanken zurück in den menschenleeren Thronsaal: „Versteht Ihr denn nicht, was es Eurem Vater bedeuten würde, wenn Ihr mit dem nächsten Schiff von hier fort gehen würdet? Wenn er euch in der ‚Welt hinter den Nebeln‘ in Sicherheit wüsste?“
Du kehrst der blinden Orima-Priesterin den Rücken zu und betrachtest von einem Balkon aus das Panorama der belagerten Stadt. Es ist unverkennbar, dass der Feind schon fast bis zum Tempelbezirk vorgestoßen ist und sich ein schier endloser Strom von Truppen und Kriegsmaschinen durch die Trümmer des Löwentors in die Stadt ergießt. Tie’Shianna, die letzte Stadt der Hochelfen, die ‚Gleißende‘, wie sie auch genannt wird, ertrinkt im Blute vieler Völker.
Soll Mhayana doch weiter auf Dich einreden, Dein Entschluss steht fest. Du wirst ihn nicht im Stich lassen und Dich in die ‚Welt hinter den Nebeln‘ verkriechen, sondern bis zum Schluss zu ihm halten!

Die Schmerzen rissen den Geist des Elfenkönigs wieder zurück. Nur dumpf nahm er Phileasson, Ynu den Moha und die anderen wahr. Kaum dass er sich wieder an die rauen, vom Wind umtosten Klippen der thorwalschen Küste gewöhnt hatte, zerrte die unbekannte Macht ihn wieder fort …

Neben Dir starrt Tharkath mit müden Augen auf Tie’Shianna herab und spricht, ohne den Blick abzuwenden: „Ihr solltet auf Mhayana hören.“
Wie fahl und matt seine Stimme doch geworden ist … Hat er wirklich überwunden, dass Du damals seine Liebe nicht erwidert hast oder spricht noch alte Verbitterung aus seinem Gesicht?
„Dies ist längst kein Ort mehr für die Tochter des Hochkönigs.“
Habt ihr nicht erst gestern darüber gesprochen? … oder ist es vorgestern gewesen? … Merkwürdig wie einen in diesem Halbdunkel des Krieges jedes Zeitgefühl im Stich lässt …
„Ihr habt besseres verdient … Prinzessin Amariel.“

Sie war noch am Leben! Stumm dankte Fenvarien den Göttern. Er hatte seine Tochter gegen ihren Willen in die Traumwelt schicken müssen. Dies war der einzige Weg gewesen, sie vor den Häschern des Namenlosen zu verbergen. Doch etwas musste schief gelaufen sein.
Warum war sie immer noch dort?
„Fenvarien! Geht es Euch gut?“ Der alte Elf schaute dem ‚König der Meere‘ tief in die Augen.
„Phileasson… Ihr habt schon so vieles für mich und mein Volk getan. Ich habe kein Recht Euch ein weiteres Mal um eure Hilfe zu bitten, aber ich kann nicht gleichzeitig mein Volk und meine Tochter retten.
Hört gut zu …“

Vater der Fluten – Das Kompendium zu Drakensang: Am Fluss der Zeit

Hoppla, der alte Fluch … hatte ich ja ganz vergessen …. Ihr seid bewaffnet, nicht war? Das trifft sich gut.«
— Erzmagier Rakorium zu einigen Abenteurern, Kosch 1009 BF

Mit Vater der Fluten ist ein Kompendium unterwegs, das es Spielern von Drakensang: Am Fluss der Zeit möglich machen soll Orte, Personen und Abenteuer des Computerspiels auch im Tischrollenspiel erlebbar zu machen, ohne große Vorkenntnisse zu besitzen.

Unter der Leitung von Florian Don-Schauen haben sich diverse Autoren von „Das Schwarze Auge“ und „Drakensang: Am Fluss der Zeit“ versammelt, um das Computerspiel für das Tischrollenspiel aufzubereiten. Es geht bei dem voraussichtlich im März erscheinenden Band weniger darum, die Story des Spiels einfach nur nachzuerzählen, als diese mit weitergehenden Hintergrundinformationen anzureichern.
Schlaglichtartig sollen ausgewählte Schauplätze, Handlungsstränge und Personen des Spiels dem Leser mal grob, mal detailliert präsentiert werden. Diese Aspekte des Spiels werden so beleuchtet, dass man sie leicht ins Tischrollenspiel integrieren kann. Zum Beispiel wird in „Vater der Fluten“ genauer auf die Vergangenheit, die Motive und Ziele aber auch die Darstellung des Zwergen Forgrimm eingegangen, so dass er auch in der eigenen Spielrunde zum Leben erweckt werden kann. Um die gesamte Welt von „Drakensang: Am Fluss der Zeit“ zu erfassen, werden auch die zahlreichen Verknüpfungen zwischen dem PC-Spiel und anderen Begleitpublikationen, wie dem Browsergame „Saat des Zorns“ (Teil I für Februar angekündigt), dem allein spielbaren Abenteuer Eilifs Schatz oder dem Roman Das Ferdoker Pergament (Feb. 2010), aufgezeigt und näher erläutert.

Forgrimm - Vater der Fluten & Drakensang Am Fluss der Zeit

Hier einige Beispiele aus Bereichen für die ich zuständig war.

Eilif ‘Donnerfaust‘ Sigridsdottir

»Wenn ich noch einen von euch Jammerlappen über einen Fluch des Flussvaters winseln höre, der schwimmt zurück nach Thorwal. Das wohl, bei Swafnir!«
— Eilif ‘Donnerfaust‘, Großer Fluss, 16 Hal

In Vater der Fluten werden die Leser erfahren, warum die hünenhafte Piratenkapitänin aus ihrer Heimat verbannt wurde, woher die drei Marus (Krokodilwesen) an ihrer Seite stammen und was die Thorwalerin entgegen der Sagen um den Fluch des Flussvaters dazu trieb den Großen Fluss hinauf zu fahren.

Rakorium Muntagonus

Rakorium: »Verflixt und zugenäht! Wo isses denn nu … ich dachte ich hätte es …?«
Nottel: »Wenn Ihr den Codex Sauris meint, Meister, den haben wir doch in der Schänke gelassen.«
Rakorium: »Ahh, gut das du da bist, Nottel …«
Nottel: »Ungfried, Meister, ich heiße Ungfried.«
Rakorium: »Ja, sagte ich doch, Nottel … hmpf … Moment! Woher weißt du das mit der Schänke?
(richtet den Zauberstab drohend auf seinen Gehilfen)
Bist du etwa ein Agent der Geschuppten in einem Nottel-Kostüm, der mich narren will? Ich habe dich durchschaut! PARALY…
Nottel (seufzt): »Aber nein, Meister! Ihr habt mir doch am Stadttor aufgetragen, den Codex zurück ins Gasthaus zu bringen … damit die Diener der Echsen ihn nicht finden, wenn sie uns gefangen nehmen sollten.«
Rakorium: »Nun ja … hmpf … eigentlich keine schlechte Idee. Wo waren wir noch einmal, Nottel?«
Nottel: »Ungfried!«
Rakorium: »Ja, sagte ich doch …«
— ein Gespräch zwischen Meister und Schüler, außerhalb von Nadoret, 1009 BF

In Vater der Fluten erfährt man, was den Wahnsinn des alten Echsenforschers ausgelöst hat, warum er seine Gehilfen ständig Nottel nennt und für welche Art von Abenteuern sich der Erzmagier noch lohnt.

Was kommt auf Fans des Tischrollenspiels zu?

Das Kompendium Vater der Fluten wird keine Regionalspielhilfe im klassischen Sinn sein. Man kann es eher mit Themenbänden vergleichen, die sich durch eine Mixtur aus Hintergrundtexten, Spielwerten und Abenteuerszenarien auszeichnen.
Die Personenbeschreibungen sind sehr detailliert und lehnen sich ihrer Gestalt nach an der Beschreibung Forgrimms aus dem Aventurischen Boten 128 an. Da parallel zu Vater der Fluten auch die Arbeiten am Meisterpersonenband Von Rang und Namen (Redaktion: Mark Wachholz) voran schreiten, hat man sich bei einzelnen Charakterbeschreibungen (so im Fall von Rakorium Muntagonus) abgesprochen, um widersprüchliche Setzungen und Unstimmigkeiten zu vermeiden.
Zuletzt sei noch erwähnt, dass natürlich nicht alle Details des PC-Spiels eins zu eins übernommen werden sondern diverse Aspekte sinngemäß adaptiert wurden beziehungsweise einiges auch bewusst verändert, ergänzt oder weggelassen wurde. Derartige Änderungen beim Transfer einer Geschichte von einem Medium ins Andere waren unabdingbar.

Eilifs Schatz, Drakensang: Am Fluss der Zeit und Die Phileasson-Saga

Eilifs Schatz - Am Fluss der Zeit - Phileasson-SagaWie Ulisses-Spiele vor kurzem verkündete, soll das Einzel-Abenteuer Eilifs Schatz Ende Januar erscheinen.

»Der Große Fluss – Lebensader des westlichen Mitteleiches.
Sie heuern auf einem thorwalschen Schiff an, dessen Besatzung immer wieder durch seltsame Angriffe dezimiert wird. Steckt der Fluch des Flussvaters dahinter?
Der Legende nach einem Schutzwall eben gegen die Thorwaler.
Oder ist letztlich allein die Kapitänin der Gischtkrone, Eilif ‘Donnerfaust‘ Sigridsdottir dafür verantwortlich? Frisch von den Inseln im Nebel zurückgekehrt hat sie ihrem Hetmann Beorn den Rücken gekehrt, ist aus Thorwal geflohen und arbeitet auf eigenen Faust. Nur Sie können dieses Rätsel lösen.
Finden Sie heraus, was hinter all diesen Problemen steckt und lösen Sie das Rätsel hinter Eilifs Schatz.

Eilifs Schatz ist ein Prolog zu den Ereignissen des Computerspiels Drakensang: Am Fluss der Zeit und bietet vertiefende Erkenntnisse über einen Charakter des Spiels.«
— Klappentext zum Soloabenteuer Eilifs Schatz

Bei „Eilifs Schatz“, das aus der Feder von Florian Don-Schauen und Daniel Simon Richter stammt, handelt es sich um ein Soloabenteuer, welches eine der Verbindungen / Crossovers (Epenschmiede berichtete) zwischen Die Phileasson-Saga und Drakensang: Am Fluss der Zeit aufgreift und vertieft. Konkret wird hier die Geschichte von Eilif ‚Donnerfaust‘ Sigridsdottir erzählt, die sich nach dem Verschwinden Beorn des Blenders dessen auf den Inseln im Nebel erbeutete Schätze unter den Nagel reißt und aus Thorwal flieht.

Eilifs Schatz ist so geschrieben, dass auch Drakensang-Spieler, die noch keinen Kontakt mit dem Pen & Paper Rollenspiel hatten, sofort loslegen können. Dafür sorgt nicht nur die Struktur der Einzel-Abenteuer, die man alleine spielen bzw. lesen kann, sondern auch die beiliegenden, abgespeckten DSA-Spielregeln und Beispielcharaktere.

Fan-Video „Eilifs Geschichte“ (März 2010)

Die dramatische Geschichte um Eilif ‚Donnerfaust‘ Sigridsdottir scheint einige DSA-Fans derart inspiriert zu haben, dass sie in Eigenarbeit einen kleinen Film über die thorwalsche Piratin aus Phileasson-Saga und Drakensang: Am Fluss der Zeit gedreht haben.

The Phileasson Saga – links to Drakensang: The River of Time

Phileasson-Saga und Am Fluss der Zeit - Eilif 'Donnerfaust' SigridsdottirBernd Beyreuther, the Creative Director of Drakensang: The River of Time at Radon Labs has currently stated in an interview that there will be some content-related crossovers between the revised pen & paper adventure The Phileasson-Saga and the computer game.

With the cat out of the bag we are allowed to reveal a little bit more about the links between both projects.

In early spring 2009 it became clear that the announced prequel to The Dark Eye: Drakensang would take place just a few months after the end of The Phileasson-Saga. Shortly after establishing contact the editorship of the pen & paper adventure and Radon Labs met in Berlin.
In the beginning just they just meant to get to know each other’s projects (it was our goal to rule out contradictions between both stories) but the meeting proved to be more productive and creative than originally planned. Loose ends were tied together and answers were found to unresolved questions.

We don’t want to spoil you too much, but we’ll say this: not only the crew of Asleif ‘Foggwulf’ Phileasson (the main NPC of the Saga) but also that of his Thorwalian antagonist will get a lot more character-depth and become truer to its pirate-roots …

Glossary

The Dark Eye: Drakensang

A single player PC RPG situated in the medieval fantasy world of Aventuria, which is based on the German pen & paper role-playing game The Dark Eye. The story centers around the trading city Ferdok on the Great River which is shaken by a mysterious series of murders.

Drakensang: The River of Time

The prequel to The Dark Eye: Drakensang goes back 23 years when imperator Hal was still ruling a strong Middenrealm. Together with recurring characters from the first game like Forgrimm and Ardo, the player discovers a dangerous plot against the empire.
The release of Drakensang: The River of Time has been scheduled for early 2010.

The Phileasson-Saga

Originally written by famous German fantasy-author Bernhard Hennen, the adventure will be re-released in December 2009 in an extended and revised version which has loose ties with Drakensang: The River of Time.
You can find the developers diary and behind the scenes material on the upcoming third version of the Phileasson-Saga on Epenschmiede.de.

The Dark Eye

The most successful pen & paper role-playing game on the German market. The stories, like in Drakensang, take place on the legendary medieval continent Aventuria.

Verknüpfungen der Phileasson-Saga mit Drakensang – Am Fluss der Zeit

Phileasson-Saga und Am Fluss der Zeit - Eilif 'Donnerfaust' SigridsdottirWie Bernd Beyreuther, der Creative Director von Drakensang: Am Fluss der Zeit und Geschäftsführer von Radon Labs, jüngst in einem Interview bekannt gab, wird es zwischen dem PC-Spiel und der Neuauflage der Phileasson-Saga inhaltliche Verknüpfungen geben …

… nun dürfen auch wir den Schleier etwas weiter lüften.

Im Frühjahr 2009 zeichnete sich ab, dass der angekündigte Prequel zu Drakensang wenige Monate nach dem Ende der Phileasson-Saga spielen wird. Wir suchten den Kontakt und es kam zu einem Treffen zwischen der Bandredaktion und Radon Labs in Berlin.
Was ursprünglich als reiner Informationsaustausch beider Projekte geplant war (Widersprüche zwischen „Am Fluss der Zeit“ und der Phileasson-Saga sollten vermieden werden.) entwickelte sich produktiver und kreativer als gedacht. In Zusammenarbeit konnten einige offene Handlungsstränge verbunden und bis dahin unbeantwortete Fragen geklärt werden.

Wir wollen an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber neben der Mannschaft von Asleif ‚Foggwulf‘ Phileasson wird auch die von Beorn ‚dem Blender‘ in der Neuauflage etwas mehr Fleisch auf die Rippen bekommen und deutlich thorwalscher ausfallen, als es noch in früheren Versionen der Fall war …