Wer hat Angst vorm schwarzen Echsenmann?

Die Phileasson-Saga H'rangas KinderIm Südosten Maraskans, im Vimbatja, auf einer Lichtung, in der Nähe der Hütte der Hochgeschwister, hat sich eine bunte Kinderschar versammelt. Ihnen gegenüber auf dem Dorfplatz tanzt ein Mädchen ungeduldig auf und ab, bis sie der Gruppe schließlich zuruft:

»Wer hat Angst vorm schwarzen Echsenmann?«

Am Rande des Dorfes lehnt gut versteckt ein Rebell an einem der borkigen Baumriesen und sieht den Kindern verträumt zu. Er kennt das Spiel aus seiner Kindheit. Damals, als Maraskan frei war und noch nicht unter der Knute der Garehtjas zu leiden hatte! Als die Heilige Stadt noch nicht belagert wurde und in voller Pracht erstrahlte!

»Keiner!«

Während die Kinderschar dem Mädchen schreiend antwortet, wendet der Rebell sich kurz von dem Spiel ab, um einen Blick in den Dschungel zu werfen. Immer noch nichts!
Marjin ist schon eine Stunde überfällig! Ist ihm vielleicht etwas passiert? Wenn die Fremdijis ihren Zeitplan einhalten, dürften sie die nächsten drei Wochen vor ihren Patrouillen sicher sein.
Wenn aber … Oder hatte Marjin sich wieder mit einem der Najvud Haranga-Haran angelegt?
Hinter ihm!
War da nicht eben ein Geräusch im Unterholz?

»Und wenn er kommt?«

Er ist sich sicher, dass Marjin versucht an ihn heran zu schleichen. Er schmunzelt und erinnert sich wieder an seine Kindheit: Schleichen war noch nie Marjins Stärke gewesen!

»Dann laufen wir!«

Mit einem wissenden Lächeln dreht der Rebell sich um.
Im nächsten Augenblick nimmt er drei Dinge wahr:
1. Nicht Marjin, sondern ein großer Achaz mit Speer steht vor ihm!
2. Die Speerspitze hat sich in seinen Bauch gebohrt!
3. Die Schuppen seines Gegenübers sind schwarz. … »Ch’azuul!«
Einige Stunden später …

Genüsslich saugt der schwarz geschuppte Achaz den ihm wohl bekannten Duft von fauligem Holz und salzigem, brackigen Wasser ein. Kein Zweifel, es ist nicht mehr weit bis zu den Klippen.
Bald schon wird er, der H’Charyb‘achaz, den unglaublichen Frevel der Menschenmaden sühnen können, die es gewagt haben den Heiligen Ort seiner Herrin zu entweihen.
Bald schon wird er nicht mehr länger das Gejammer und Gestöhne der Gefangenen ertragen müssen.
Bald schon werden sich hungrige Aale und Quallen an ihren aufgequollenen Leichen laben.
Der qualvolle Tod der Warmblüter wird die Herrin milde stimmen. Dann wird er sich wieder einmal in IHR Element begeben und erbarmungslos diejenigen jagen, die es gewagt haben die Grotte der Einkehr zu entweihen.

Habt ihr ihn erkannt? Leser von „Efferds Wogen“ und „Meister der Dämonen“ werden sicherlich erkennen, welche Persönlichkeit aus dem Volk der sterbenden Götter hier eine Rolle spielt und im Phileasson-Saga-Teilabenteuer „H’rangas Kinder“ eine Rolle spielen wird.

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